So kannst du selbständig Wunsch und Widerwillen durchschauen

In diesem Video zeige ich dir, wie du selbständig Wunsch und Widerwillen untersuchen kannst. Wunsch und Widerwillen werden in der Regel mit einem Satz untersucht, der aussagt, was du haben möchtest, aber nicht bekommst.

Am Anfang ist es nicht so einfach den Satz zu bilden, häufig schleicht sich in den Satz bereits die Reaktion ein. Oder der Satz ist nicht konkret genug. Dann funktioniert die Untersuchung nicht.

Du findest die genaue Anleitung für einen guten Satz in diesem Video.

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Was wird eigentlich gesucht?

Für das Ich hatten wir ein klares Gefühl dafür, was sich wie “Ich” anfühlt. Aber was ist eigentlich Wunsch und Widerwillen, wie kann man Wunsch und Widerwillen durchschauen?

Normalerweise gehen wir davon aus, dass wir reagieren, weil wir etwas wollen oder nicht wollen.

Es fühlt sich so an als ob Wollen und Widerwillen die Reaktion in Gang setzen.

Also müssten sie direkt vor der Reaktion zu finden sein. Wunsch und Widerwillen sind die zwei Seiten einer Medaille, wir wollen das eine und das andere wollen wir nicht.

Hier findest du eine genaue Beschreibung von Wunsch und Widerwillen oder Begierde und Übelwollen, wie diese angenommenen Kräfte traditionell genannt werden.


So bildest du den Satz

1. Finde zunächst heraus, was in der Situation nicht richtig ist. Beschreibe es sehr konkret. “Mein Chef ist unmöglich” ist zu unkonkret. Was genau macht er, was könnte eine andere Person beobachten und hören?

2. Was würdest du dir wünschen. Beschreibe es wieder ganz konkret. Würdest du dir wünschen, dass dein Chef deine Arbeit anerkennt? Wie sähe die Anerkennung aus? Vielleicht möchtest du hören, “Vielen Dank, dass haben Sie wirklich gut gemacht”.

3. Jetzt kannst du den Satz bilden. Im Satz wird die gegenwärtige Situation beschrieben, und zwar beschreibst du, was du dir wünschst, aber nicht bekommst.

Mein Chef sagt nicht zu mir, “Vielen Dank, das haben Sie wirklich gut gemacht”.

Wunsch und Widerwillen durchschauen

1. Um Wunsch und Widerwillen zu durchschauen, sagst du jetzt den Satz laut oder denkst ihn dir.

2. Es werden Körperempfindungen auftauchen. Spüre sie. Spüre auch den Sog zu reagieren, aber gib ihm nicht nach.

3. Jetzt genau müsste zu sehen sein, was die Reaktion in Gang setzt, nämlich Wunsch oder Widerwillen. Findest du einen Trigger für die Reaktion?

Die drei Intensitätsstufen der Untersuchung

1. Stufe
Du beginnst mit dem verneinten Satz, der beschreibt, womit du zufrieden wärest, was du aber nicht hast.
Im Laufe der Zeit wirst du merken, dass die ersten Körperempfindungen, die aufsteigen, geringer werden. Wenn sie kaum noch zu spüren sind, gehe zur zweiten Stufe über.

2. Stufe
Hänge “Na und?” an den Satz an.

Mein Chef sagt nicht zu mir, “Vielen Dank, das haben Sie wirklich gut gemacht – na und?”.

Damit soll das Verhalten des Chefs nicht enschuldigt werden, es ist auch kein patziges “na und”. Das “Na und” soll Wunsch und Widerwillen locken sich zu zeigen.

Bleibe wieder bei den Körperempfindungen und warte, ob etwas auftaucht, was die Reaktion triggert.

3. Stufe
Wenn auch bei der 2. Stufe kaum noch Körperempfindungen auftauchen, gehe zur 3. Stufe über.

Jetzt beschreibst du die Situation unverneint: “Mein Chef sagt kein Wort dazu, dass ich den komplizierten Auftrag für ihn erledigt habe.”

Spüre wieder die ersten Körperempfindungen und warte, ob etwas auftaucht, was die Reaktion zünden könnte.

Wenn über längere Zeit nichts auftaucht, kannst du das mit dem Satz bestätigen: “Da ist wirklich nichts”. Warte so lange darauf, dass etwas auftaucht, bis eine spürbare Veränderung eintritt, ein Shift, nach dem die Reaktivität wie weggeblasen ist.

Wie ergeht es dir bei der Untersuchung von Wunsch und Widerwillen? Hast du Fragen?
Oder hast du vielleicht diese Annahmen schon durchschaut? Wie fühlt sich das an?

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