Die zehn Fesseln lösen

Interview: Die zehn Fesseln lösen

Die zehn Fesseln lösen und tatsächlich zur Befreiung gelangen – kannst du dir vorstellen, dass das möglich ist?

Es ist möglich.  Hier findest du das erste  englischsprachige Interview  von einer mehrteiligen Interview-Serie,  in der ich von meinem Weg durch die zehn Fesseln berichte. Das Interview wird auch noch mit deutschen Untertiteln versehen werden. Das Passwort ist buddha.

Ich habe auf Facebook vor 2 Monaten die Gruppe „Inquiry into the Ten Fetters“ gegründet, die deutsch- und englischsprachig ist. Dort können alle, die bereits die ersten drei Fesseln durchschaut haben (Stromeintritt), sich durch die weiteren Fesseln begleiten lassen und sich gegenseitig unterstützen. Anthony Sharkey, ein Mitglied dieser Gruppe, hat mich gefragt, ob ich in einer Interview-Reihe über meinen Weg durch die Fesseln berichten könne und erklären, wie man dabei unnötige Schwierigkeiten umschifft.

Im ersten Interview erzähle ich von meinem spirituellen Weg. Dann beschreibe ich alle 10 Fesseln ihrer Entstehung nach, von 10 bis 1. Anschließend  erfährst du wie es für mich war, als die ersten 3 Fesseln fielen.

 

Die zehn Fesseln lösen

Die zehn Fesseln lösen und zum vollständigen Erwachen zu gelangen erscheint vielen wie ein Weg, der bestenfalls in vielen, vielen weiteren Leben zu Ende gegangen werden kann.

Der Buddha hat uns gelehrt, wie wir vollständig erwachen können und diese Lehre ist auch heute noch lebendig.

Das Bahiya-Sutta zeigt in konzentrierter Form den direkten Weg. Es geht darum, alle Wahrnehmungen von Interpretationen und gedanklichen Hinzufügungen zu lösen und sie als das zu sehen, was sie sind.

Heute wird diese Methode „Direct Pointing“ genannt, „direktes Hinweisen“. Mit speziellen Fragen wird alles Hinzugefügte wieder von der reinen Wahrnehmung unterschieden, bis

Im Gesehenen nur das Gesehene, im Gehörten nur das Gehörte

wahrgenommen wird.

Auf diese Weise kannst auch du die zehn Fesseln lösen, die unterschiedlichen Illusionen durchschauen, die wir über die Wahrnehmung gelegt haben, um die Wirklichkeit nicht zu sehen.

Die Wirklichkeit ist: Es gibt keine Substanzhaftigkeit, Dauerhaftigkeit oder etwas endgültig Befriedigendes.

Die Illusionen der zehn Fesseln scheinen die Möglichkeit zu eröffnen, auf Dauer glücklich zu sein. Es ist nicht möglich.

Erst wenn alle zehn Fesseln gelöst sind, alle Hoffnung auf dauerhaftes Glück aufgegeben ist, wird gefunden, was immer gesucht wurde.

 

Neue Facebookgruppe

Wenn du mehr erfahren möchtest, besuche meine neue Facebookgruppe „Im Gesehenen nur das Gesehene„. Ich werde deine Fragen dort persönlich beantworten, und wenn du möchtest, kannst du auch ausprobieren, was es heißt wirklich nur das Gesehene wahrzunehmen.

Wenn du die Ich-Illusion selbst durchschauen möchtest, begleite ich dich gern dabei.

Ich bin neugierig – was denkst du? Kannst du dir vorstellen, dass es möglich ist vollständig zu erwachen?

 

Bild: Pixabay, Hans 61246_640

 

 

 

 

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5 Gedanken zu „Interview: Die zehn Fesseln lösen

  1. Eine wundervolle Seite. Vielen Dank erstmal dadür.

    Eine Frage die kich schon lange beschäftigt lautet:

    Was ist, wen die zehn Fesseln genau so eine Illusion sind, wie das ich. Wie könnte man dann die Illusion durch eine andere Illusion lösen?

  2. Lieber Gerd,

    das ist eine sehr gute Frage! Wenn die Ich-Illusion durchschaut ist, wird klar, dass alles ohne eine zentrale Einheit (Ich) funktioniert, die denkt, schaut, entscheidet oder handelt. Deshalb wird das Ich auch nicht zum Durchschauen der restlichen Illusionen benötigt. Es war nie da, es war immer nur eine Illusion.

    Liebe Grüße,
    Christiane

  3. Liebe Chritiane, wie meinst du diese Antwort an Gerd? Du meinst, dass sämtliche Illusionen sich verabschieden, wenn wir nur die eine Illusion des Ich erkennen? Ich finde die Definition von Illusion an sich schon sehr schwierig, weil es sowieso in der Welt der Formen (auch der feinstofflichen) keine absolute Realität gibt sondern nur relative Realtitäten. Alles was Form ist ist letztendlich nicht absolut real, bleibt also nichts mehr übrig. (-;

  4. Lieber Lichtarbeiter,

    bei der Antwort an Gerd ging es um die Frage, ob man eine Illusion durch eine andere lösen könne, also wie können überhaupt die Fesseln durchschaut werden, wenn schon das Ich nicht tatsächlich vorhanden ist und also auch nicht handeln kann. Wenn erkannt wird, das der Gedanke ‚Ich‘ substanzlos ist, nichts Substanzhaftes benennt, wird gleichzeitig klar, dass dies schon immer so war und dass alles Handeln ohne eine zentrale Einheit (Ich) funktioniert.

    Es ist richtig, nichts hat letztlich eine absolute Realität, nichts ist substanz- oder dauerhaft, es bleibt absolut nichts übrig. Im Weg durch die zehn Fesseln wird diese Substanzlosigkeit schrittweise erkannt. Am leichtesten ist das beim Ich, es ist die äußerste Hülle und es ist für die meisten rasch erkennbar, dass Gedanken ohne Substanz sind, auch wenn oft Substanzhaftigkeit in sie hineininterpretiert wird – genau wie bei allen anderen Fesseln.

    Das Wort Illusion verwende ich, weil es wie bei einer Fata Morgana ist. Die Lichtbrechung schafft die Illusion eines Sees oder einer Oase, es sieht so aus, als gäbe es sie tatsächlich, als wäre sie substanzhaft – sie ist aber nur eine Illusion. 🙂

    Liebe Grüße, Christiane

  5. Liebe Christiane, danke nochmal für deine ausführliche Antwort. Ja, das sehe ich auch so. Fata Morgana ist ein super Vergleich für dieses Phänomen, so kann man es sich leichter „vorstellen“… Liebe Grüße!

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