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Die 7. Fessel

Der Wunsch nach Formlosigkeit, die 7. Fessel

In der Untersuchung der 7. Fessel, dem Wunsch nach Formlosigkeit, geht die Welt unter. Es wird klar, dass die dinghafte und permanente Welt in Zeit und Raum, die wir für wirklich gehalten hatten, eine Interpretation der eigentlichen Erfahrung ist.

Als ich diese Fessel erforschte, wurde mir klar, dass ich so eine Erfahrung niemals hätte vorhersagen können, obwohl sie in den buddhistischen Schriften beschrieben ist. Sie war viel zu weit von dem entfernt, was ich kannte.


Die 7. Fessel, der Wunsch nach Formlosigkeit

Der Wunsch nach Formlosigkeit wird oft als der Wunsch nach den formlosen Jhanas angesehen, Vertiefungsstufen der Meditation. Darum geht es allerdings in dieser Fessel nicht.

Wennn du die 7.Fessel aus der Perspektive der 8. Fessel betrachtest, ist es leichter sie zu verstehen, wie sich die 7. Fessel entwickelt hat. Die 8. Fessel entstand vor der 7. Fessel.

In der 8. Fessel wurde das “Ich-Dünken” geschaffen, das subtile Gefühl von “Ich bin” oder “Ich existiere”. Nachdem die Unruhe nichts finden konnte, was dinghaft oder permanent war und es möglich machen könnte, dass wir uns immer gut fühlen, wurde einfach etwas erfunden.

Das erste Gefühl von “Ich bin” entstand.

In der 7.Fessel wird dieser erste Spross des Ichs mit einer angenommenen Fähigkeit “ausgestattet”, der Fähigkeit der Wahrnehmung.

Die Fähigkeit der Wahrnehmung stärkt das Gefühl von “Ich bin”. Auch alle weiteren Fesseln unterstützen dieses erste Ich-Gefühl.

Wenn wir annehmen, dass alles in uns wahrgenommen wird, heißt das, dass eine Welt außerhalb von uns mit Objekten in Zeit und Raum existieren muss, die in unserer Wahrnehmung auftaucht. Damit ist der Eindruck verstärkt, dass es etwas Substanz- und Dauerhaftes gäbe.

Wenn du schon Erfahrung mit den formlosen Vertiefungen (jhanas) gemacht hast, hast du vielleicht schon den Raum jenseits der Wahrnehmung erlebt.

Die Untersuchung der 7. Fessel

Wenn du diese Fessel untersuchst, suche die Fähigkeit der Wahrnehmung selbst.

Mit “Wahrnehmung” meine ich nicht die Sinnesfunktionen hören und sehen. Wenn z.B. ein Baum “gesehen” wird, sieht das Auge keinen “Baum”. Das Auge kann nur Lichtwellen empfangen, die in der Netzhaut in feine elektrische Impulse umgewandelt werden.

Wo in dir werden diese elektrischen Impulse zu Bäumen, Sternen oder der Sonne?

Wo in dir ist der Decoder für diese Lichtwellen?

Wo ist der Ort, an dem alles wahrgenommen wird? Woher weißt du, dass es wahrgenommen wird.

Wo in dir taucht der Gedanke “ein Baum” auf?

Falls du diesen Ort oder die Fähigkeit der Wahrnehmung nicht finden kannst, könnte es sein, dass “Wahrnehmung” genauso eine Annahme ist wie das Ich?

Das Durchschauen der 7. Fessel

Als bei mir die 7. Fessel wegfiel, ging wirklich für mich die Welt unter. Ich saß gerade auf meinem Trainingsfahrrad zu Hause, in dem berühmten Hamburger Schmuddelwetter wollte ich nicht draußen herumlaufen.

Während ich so vor mich hinstrampelte, schaute ich auf meine Orgel. War sie eine wahrgenommene Orgel oder einfach eine Orgel?

Plötzlich spürte ich einen subtilen Shift und realisierte, dass die Orgel einfach erschien. Wahrnehmung war eine weitere Annahme gewesen.

Während der nächsten Tage trauerte ich. Das war das Ende der Welt, wie ich sie bisher gekannt hatte. Was auch immer ich erlebte, es fand ausschließlich in meinem Erleben statt. Es gab keinerlei Möglichkeit, mehr darüber zu wissen. Ich konnte nicht einfach meinen Kopf aus dem Erleben herausstrecken und mal nachschauen, ob es “da draußen” auch so etwas gab. Es würde immer nur Erleben sein.

Es war buchstäblich wahr, was der Buddha gesagt hatte.

“Es ist in genau diesem klafterlangen Körper mit seinen Sinnen und Geist, so erkläre ich, in dem sich die Welt befindet, das Erscheinen der Welt, der Wegfall der Welt, und der Weg, der zum Wegfall der Welt führt.”
(Samyutta Nikaya 2.26)

Hast du die 7. Fessel schon untersucht? Was hast du erlebt? Schreibe es in den Kommentar.

Bild von beate bachmann auf Pixabay

Erwachen ist ganz anders

Erwachen ist ganz anders als ich dachte

“Erwachen ist ganz anders als ich dachte.” Das ist das Fazit von Margit. Sie hatte ihren Weg bereits mit 20 Jahren begonnen und ist nun am Ende ihrer spirituellen Reise angekommen. 

Mit Mitte 20 hatte Margit bereits von Meditation gehört und wollte mehr darüber wissen. Sie kaufte sich ein Buch von Osho und war fasziniert. In diesem Buch wurde auch von “Erwachen” gesprochen, es war das erste Mal, dass Margit diesen Begriff hörte.

“Erwachen – das möchte ich auch”, dachte sie. Es klang so verlockend.

Sie stellte sich vor, wie toll es wäre, sie wäre immer gleichmütig, nichts würde ihr mehr etwas ausmachen. Sie wäre endlich unverletztlich.

Erwachen ist ganz anders – und es kam auch noch ungelegen

Doch dann kam alles ganz anders. Nicht nur fühlte sich das Erwachen ganz anders an, es kam auch noch völlig ungelegen, in einer Situation, in der Margit mit etwas ganz anderem beschäftigt war.

Aber höre selbst.

Interview mit Margit

Ich danke Margit ganz herzlich, dass sie über ihre Erfahrungen auf dem Weg durch die Fesseln berichtet hat. Margit begleitet selbst Sucher durch die Fesseln, wenn du von ihr begleitet werden möchtest, schreibe mir bitte, ich werde deine Nachricht an Margit weiterleiten.

Wenn du Freunde hast, die auch gern erwachen würden, schicke ihnen gern den Link zu diesem Beitrag.

Wie stellst du dir das Erwachen vor und wo bist du gerade auf dem Weg? Kannst du dir vorstellen, dass Erwachen wirklich möglich ist oder hast du eigentlich schon aufgegeben?

Frieden finden

Frieden finden inmitten der Pandemie

Lass uns Frieden finden inmitten der Pandemie und so ein Segen für viele andere sein, die nicht so gut zurechtkommen.

Wie geht es dir? Bist du gesund oder denkst du, du könntest dich vielleicht mit dem Coronavirus infiziert haben?

Sind jetzt vielleicht alle zu Hause, weil plötzlich doch ein Home-Office möglich wurde und die Kinder nicht zur Schule gehen? Wie kommst du zurecht damit?

Und wie fühlst du dich, wenn du die immer wieder neue Nachrichten darüber hörst, wie sich der Virus ausbreitest? Schreib es in die Kommentare.

Wir hätten so gern die Kontrolle
Ich höre immer um 14.30 Uhr den Bericht des Robert-Koch-Institutes, der die neueste Entwicklung beschreibt und auch, welche Maßnahmen getroffen werden.

Im Anschluss daran können die Journalisten Fragen stellen.

Und alle versuchen etwas Unmögliches. Die Mitarbeiter des RKI und auch die Politiker versuchen so gut wie möglich den Eindruck zu erwecken, dass alles unter Kontrolle ist, dass sie die Lage im Griff haben.

Die Journalisten zweifeln daran und versuchen mit ihren Fragen Versäumnisse aufzuzeigen, ohne die die Lage nicht so außer Kontrolle geraten wäre. (Ist der Satz grammatikalisch richtig? Ich habe gerade Schwierigkeiten mit dem 2. Konjunktiv)

Wir hätten so gern die Kontrolle. Ja, unter Psychologen heißt es sogar, dass ein Mensch das Gefühl haben müsse, er hatte die Kontrolle, sonst ginge es ihm nicht gut und er könnte schneller depressiv werden. “Selbstwirksamkeit” nennen sie es.

Die dritte Möglichkeit

Außer Kontrolle oder keine Kontrolle zu haben gibt es noch eine dritte Möglichkeit. Wenn du die Ich-Illusion bereits durchschaut hast, kennst du sie:

Es ist ein wunderbares Gefühl zu wissen, dass es sowieso keine Kontrolle gibt.

Das klingt sicher schrecklich für alle, die noch nicht gesehen haben, dass es kein Ich gibt, das etwas kontrollieren könnte. Und selbst wenn wir ein Ich hätten, könnten wir einen Virus ganz sicher nicht kontrollieren.

Es ist eine große Erleichterung zu sehen, dass es keine Kontrolle gibt. Endlich brauchen wir nicht mehr das Unmögliche zu versuchen, womit wir doch nur scheitern können.

Im Rückblick kam ich mir vor wie die Altägyptischen Priester, die in jahrelangen Studien die Rituale lernten, mit denen sie sicherstellten, dass die Sonne auf ihrer Reise durch die Finsternis nicht vernichtet wurde und ganz sicher auch am nächsten Tag wieder aufging.

Frieden finden

Wie kannst du Frieden finden in einer Situation, die nicht unter Kontrolle ist?

Alle Panik, alles Drama entsteht in den Gedanken. Sie nehmen uns mit auf die Geisterbahn.

Steige aus.

Und das geht so:

1.
Nimm zur Kenntnis, wovon die Gedanken handeln, gib ihnen Raum.

2.
Dann stelle fest, was gerade zu sehen ist.
Was ist zu hören?

Wo berührt der Körper etwas? Fühle es.

Wonach riecht es?
Ist ein spezieller Geschmack im Mund?

Das ist das Leben, durch das dein Körper gerade geht.
Das ist das Leben, was tatsächlich geschieht.

Wie sieht dein Leben wirklich aus?

Unsere Gedanken fügen einen Grusel hinzu, der in unserem wirklichen Leben nicht zu finden ist.

Du kannst immer wieder zu dieser Übung zurückkommen und so Frieden finden in dem, was tatsächlich ist.

Und bleibe zu Hause, wasche dir die Hände oft, und halte 2m Abstand, wenn du beim Einkaufen Menschen begegnest. Das ist das, was du zur Zeit tun kannst.

Du wirst so vielen Menschen ein Segen sein. Sie können sich bei dir von ihrer Panik ausruhen.
Und du verhinderst, dass du jemanden ansteckst oder von jemandem angesteckt wirst.

Lasst uns in den Kommentaren miteinander teilen, wie es uns gerade geht.

Bild von Patrizia08 auf Pixabay

Das Verlangen nach Form

Das Verlangen nach Form – die 6. Fessel

Durch das Verlangen nach Form wird die Vorstellung erschaffen, es gäbe eine Grenze zwischen uns und allem anderen, und auch zwischen allen Objekten bestünde eine feste Grenze. In diesem Zusammenhang ist alles ein Objekt, was unterschieden werden kann: ein Tisch, ein Geräusch, ein Gedanke, eine Körperempfindung.

Hier beginnt auf dem Weg zum Erwachen die Untersuchung der Wirklichkeit an sich. Sind die Dinge wirklich so wie wir meinen?

Im Zen heißt es, am Anfang des Weges sind die Berge Berge, und die Flüsse Flüsse. In der Mitte des Weges sind sie nicht mehr Berge und Flüsse. Und am Ende sind Berge wieder Berge und Flüsse wieder Flüsse. Du betrittst jetzt die Mitte des Weges.

Wie entsteht das Verlangen nach Form?

Nachdem nichts gefunden werden konnte, das dinghaft und von Dauer ist, und keine Möglichkeit uns immer wohlzufühlen, wurde einfach etwas ausgedacht: das erste Ich-Dünken, die 8.Fessel. Sie wurde mit der Annahme ausgestattet, dass das Erlebte ‘wahrgenommen’ wird, also außerhalb von uns existiert. So entstand eine Welt außerhalb von uns in Zeit und Raum (7.Fessel).

Nun entstand der Wunsch nach Formen, mit der 7. Fessel war eine Welt ohne Grenzen zwischen Objekten erschienen.

Grenzen entstehen durch die Vorstellung eines Subjekts

Um Grenzen zwischen den Objekten erleben zu können, musste ein Subjekt erfunden werden, das von ihm getrennte Objekte sieht und hört. Allein die Tatsache, dass Objekte erlebt werden, wird als Beweis dafür genommen, dass es ein Subjekt geben muss.

Die Vorstellung eines Subjektes ist schon recht subtil, hier suchst du nicht nach der Ich-Illusion, sondern nach einer Instanz, die den erlebten Objekten ‘gegenüber steht’.

Wann das Verlangen nach Form untersucht werden kann

Wenn Wunsch und Widerwillen vollkommen durchschaut sind, wird sich die 6. Fessel von selbst zeigen. Deine Grenzen werden sich anders anfühlen

Es kann sein, dass du dich wie in einer Nussschale eingeschlossen fühlst, oder dass deine Grenzen anfangen sich aufzulösen und zu verschwimmen.

Ich erinnere mich, wie ich auf dem Bürgersteig ging und plötzlich das Gefühl hatte, wie in einem Raumanzug eingeschlossen zu sein, ohne jede Kontaktmöglichkeit nach draußen, wie eine Außerirdische.

Dann wieder fühlten sich die Grenzen sehr hart an, mir kam das Bild mich in einer Nussschale zu befinden. Und zu meinem Erschrecken schien ich mich zwischendurch aufzulösen.

Ich befürchtete, ich könnte vielleicht nicht mehr funktionieren, wenn dieser Vorgang weitergehen würde. Dann fiel mir ein, dass ich das ja schon vor dem Wegfall der Ich-Illusion gedacht hatte, und dass nichts passiert war. Vermutlich war es jetzt wieder ein Fehlalarm.

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Deine tägliche Meditation auf dem Weg zum Erwachen

Wie sieht deine tägliche Meditation aus? Oder vielleicht meditierst du noch gar nicht?

Wenn du die 10 “Fesseln” untersuchen möchtest, die verhindern, dass der erwachte Zustand der ‘normale’ Zustand ist, dann ist es sehr hilfreich, wenn du immer wieder die Methode übst, mit der du herausfindest, ob etwas tatsächlich erlebt wird oder es nur ausgedacht ist.

Diese Methode entspringt der kürzesten Anleitung, die der Buddha einem Sucher gegeben hat. Der Sucher, ein Mann aus Bahiya, hat es sofort begriffen.

Und das hat der Buddha gesagt.

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Warum glauben wir, es gäbe ein Ich?

Wie entsteht die Vorstellung, es gäbe ein Ich? Ist es nicht merkwürdig, dass wir annehmen, in uns wäre eine kleine Ausgabe von uns, die denkt, aus den Augen guckt, mit den Ohren hört und fühlt?

Eigentlich ist es offensichtlich, dass es kein Ich gibt, und trotzdem gehen wir ganz selbstverständlich davon aus, es gäbe eines. Wie kommen wir auf diese Idee?

VIDEO

Zusammenfassung

Der erste Ich-Keim

Der erste Ich-Keim ist das subtile Gefühl von „Ich bin“ oder „Ich existiere“, die 8. Fessel, das Ich-Dünken.

Auf dem Weg durch die Fesseln erleben wir in der 9. Und 10. Fessel, wie die Annahme, es gäbe ein Ich, geboren wird.

Wir werden ungefesselt geboren

Es heißt, wir werden ungefesselt geboren, haben aber angelegte Tendenzen. Und diese Tendenzen können tatsächlich in der 9. Fessel erlebt werden.

Wenn die 10. Fessel wegfällt, ist es offensichtlich, dass alles immer schon so war wie es eigentlich ist, und dass es ziemlich ver-rückt war zu glauben, es wäre anders. Die Tatsachen waren schon immer dieselben.

Die Grundtatsachen

1. Es gibt nichts Dinghaftes, wir können nichts erleben, was dinghaft ist.
2. Es gibt nicht Dauerhaftes.
3. Es gibt nichts, was bewirken könnte, dass wir uns immer gut fühlen.

Wir werden mit der starken Tendenz geboren uns immer wohl fühlen zu wollen. Wenn ein Baby sich unwohl fühlt, fängt es an zu weinen und möchte unbedingt sich wieder gut fühlen.

Zusätzlich wollen wir etwas haben, woran wir etwas festhalten können, womit wir uns sicher fühlen, was wir sicher wissen.

Rastlos wird nach etwas Sicherem gesucht

In der 9. Fessel (Unruhe) erscheint eine unglaublich starke Unruhe, die verzweifelt nach etwas sucht, was uns Sicherheit gibt.

Das Gefühl entsteht, es gäbe ein Ich

Weil einfach nichts zu finden ist, erschafft die Unruhe aus purer Verzweiflung etwas: das erste Gefühl, es gäbe ein Ich, das Ich-Dünken.

Dieses Ich-Gefühl ist sehr zart und würde sich wieder auflösen. Die Fesseln 7-1 stützen das subtile Gefühl von „Ich bin“ oder „Ich existiere“.

Die Unterstützungsstruktur des ersten Ich-Gefühls

Im Video beschreibe ich die Entwicklung der weiteren Fesseln bis hin zu dem Gefühl, in mir sitzt eine kleine Christiane, die sieht, hört und schmeckt, besonders gern Schokolade.

Möchtest du auch die Ich-Illusion durchschauen und noch in diesem Leben erwachen?

In meinem kostenlosen Kurs „Der Schlüssel zum Erwachen“ kannst du mit meiner Methode experimentieren und sehen, ob sie zu dir passt.

Erwachen trotz früherer Traumata

Interview: Wie Kerstin den Weg zum Erwachen trotz früherer Traumata gehen konnte

Sehnst du dich danach nicht mehr zu leiden? Möchtest du den Weg zum Erwachen trotz früherer Traumata gehen, weil es dir schlecht geht und du das Gefühl hast, dass du eine starke Medizin brauchst?

Aber du fürchtest, dass Erinnerungen an frühere Traumata wieder auftauchen können und du weißt nicht, ob sie dich vielleicht überwältigen?

In diesem Interview berichtet Kerstin, wie sie trotz früherer Traumata den Weg zum Erwachen gehen konnte und schließlich ans Ziel kam. Sie hatte viele traumatische Situationen erlebt und fand den Weg zum Erwachen, weil sie das Leiden einfach nicht mehr aushielt. Kerstin hatte nicht geglaubt, dass sie jemals erwachen würde, und hatte sich eigentlich schon damit abgefunden.

Höre dir hier Kerstins Bericht über ihren Weg zum Erwachen an. https://www.youtube.com/watch?v=mvaIVqBQXso&feature=youtu.be

Kerstins Empfehlungen

– Kombiniere den Weg zum Erwachen mit einer Traumatherapie oder mache die Traumatherapie vorher. Suche dir einen Traumatherapeuten, der einen gut gefüllten Werkzeugkoffer hat und möglichst auch spirituell interessiert ist.

– Wenn du ein Trauma erlebt hast, bist du an eine sehr hohe Intensität in deinem Leben gewöhnt, an viel Aufregung und Drama. Kerstin hatte sich ein Leben ohne ohne Leidenschaft gar nicht vorstellen können. Der Wechsel zwischen starken positiven und starken negativen Gefühlen war ihr vertraut.

– Kerstin hat zu Beginn erforscht, womit sie sich identifiziert. Es war eine sehr schmerzhafte Phase, in der sie sich mit vielen alten Gefühlen auseinandergesetzt hat.

– Dann hat sie alte Verhaltensmuster untersucht, z.B. wann sie regelmäßig wütend wurde oder traurig.

– Wie sie herausgefunden hat, ist Erwachen keine magische Pille, mit der alle Probleme einfach verschwinden. Die Probleme müssen noch einmal angesehen und aufgelöst werden.

– Es ist wichtig, dass du deinen Weg in deinem eigenen Tempo gehen kannst und auch nicht vorgegeben ist, was dabei herauskommen soll.

-Erwachen ist ganz anders, als du es dir vorstellst.

Wenn du mehr über diesen Weg erfahren möchtest, abonniere meinen Rundbrief Nibbana Cents hier. .

Was heißt Erwachen eigentlich?

Sehnst du dich auch danach endlich zu erwachen? Was heißt Erwachen eigentlich, wie stellst du es dir vor?
Wirst du dann immer voller Glück sein, so wie du es vielleicht schon in einem tiefen Einblick erlebt hast?

Oder wird dann gar nichts mehr sein, keine Welt, keine anderen, alles leer? Oder alles irgendwie eins?
Wirst du wunderbare Fähigkeiten bekommen, die du jetzt noch nicht hast?

Heute spreche ich in meinem Video darüber, wie sich Erwachen anfühlt und was beim Erwachen geschieht.

https://www.youtube.com/watch?v=nYexqgbIgEY

Was heißt Erwachen eigentlich

Was heißt Erwachen eigentlich?

Was heißt Erwachen eigentlich? weiterlesen

Warum wir nicht von der Ich-Illusion verschont geblieben sind

Fragst du dich auch manchmal, warum bin ich nicht von der Ich-Illusion verschont geblieben? Warum muss ich so viel tun, um zu erwachen? Warum bin ich überhaupt unerwacht?

Das ist eine sehr gute Frage. Der Buddha sagt, dass wir ungefesselt geboren wurden. Warum ist es nicht einfach so geblieben? Dann könnten wir als Erwachte ein leichtes Leben haben.

Auf der Reise durch die zehn Fesseln wirst du in der 9. und 10. Fessel hautnah erleben, was geschah. Es gab keine Chance, von der Ich-Illusion verschont zu bleiben.

(„Fessel“ ist das buddhistische Wort für die Annahmen und Interpretationen der Wirklichkeit, die verdecken, was tatsächlich ist.)

 

 

Wir starten ungefesselt ins Leben

Wir werden ungefesselt geboren. Es ist klar zu sehen, was ist:

  • Es gibt nichts Dinghaftes, keine Etwas-heit. Das heißt, es existiert kein fester Halt, nichts worauf wir stehen können, nichts, woran wir uns festhalten können, nichts, was wir wissen können.
  • Es gibt auch nichts, was von Dauer ist, nichts, worauf wir uns verlassen können.
  • Es ist nicht möglich, sich immer gut zu fühlen. Das ist für viele der schlimmste Aspekt.

 

 

Die mitgebrachten „Tendenzen“ setzen die Fesselung in Gang 

Wir sind zwar ungefesselt bei der Geburt, aber wir haben bereits Tendenzen. Das Wort Tendenzen hört sich sehr harmlos an. In Wirklichkeit sind diese Tendenzen ungeheuer starke Kräfte.

Diese Tendenzen suchen unermüdlich und intensiv nach Möglichkeiten wie wir uns gut fühlen können. Die Werbung nutzt diese Tendenzen aus. Was verspricht sie? Dass wir uns gut fühlen werden, wenn wir dieses Produkt kaufen.

Ungefesselt gibt es keinen festen Boden, keinen sicheren Halt. Wo ist etwas, woran wir uns festhalten können? Und es muss doch etwas geben, worauf wir uns verlassen können!

 

 

Und so bleiben wir nicht von der Ich-Illusion verschont

Weil es sich so unerträglich anfühlt, diese drei Wünsche nicht erfüllt zu bekommen, wird die Wahrheit einfach ignoriert. Und dann setzt die Suche nach diesen 3 Unmöglichkeiten ein. Es ist eine unglaublich starke Unruhe, die auch körperlich zu spüren ist. Eine völlig unpersönliche Kraft sucht nach etwas, was es nicht gibt, hektisch und verzweifelt.

Das kannst du selbst hautnah erleben, wenn die 9. Fessel erreicht ist.

 

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Was du tun kannst, wenn die Ich-Illusion nicht fallen will

Erlebst du gerade selbst, dass die Ich-Illusion nicht fallen will, egal was du tust? Du hast dich vielleicht schon viele Male begleiten lassen, hast vielleicht sogar eine Bestätigung bekommen, dass die Ich-Illusion gefallen sei, aber du weißt – sie ist noch da.

Das kann zum Verzweifeln sein.

In meinem heutigen Podcast erfährst du mehr über die 3 wichtigsten Hindernisse und  wie du sie überwinden kannst.

Klicke auf “Podcast Audio herunterladen” unter meinem Bild.

 

 

 

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Die 3 wichtigsten Hindernisse

  1. Ängste
  2. Erwartungen
  3. Es gelingt nicht, das Denken zu verlassen und wirklich die 5 Sinne zu benutzen

 

 

Wie die Hindernisse aus dem Weg geräumt werden können

1. Beschäftige dich noch einmal ausführlich damit, ob es vielleicht etwas gibt, wovor du dich fürchtest. Was darf auf gar keinen Fall passieren, wenn die Ich-Illusion wegfällt?

2. Was erhoffst du dir vom Durchschauen der Ich-Illusion. Wie sollte dein Leben anschließend aussehen? Wie solltest du dich fühlen?

3. Die häufigste Ursache ist, dass sich das Denken über die Fragen immer wieder dazumischt.

Prüfe immer wieder nach, ob du tatäschlich die Sinne benutzt. Siehst du nach dem Ich genauso wie du einen verlegten Schlüssel suchst?

Hörst du Geräusche und Töne tatsächlich nur mit den Ohren oder denkst du zusätzlich gleichzeitig darüber nach?

Erlebst du tatsächlich die Körperempfindungen, die durch Berührung entstehen, oder bist du auf der gedanklichen Ebene, die die Berührung interpretiert? Tipp: Wenn du den Körper an der Stelle spürst, wo du etwas berührst, bist du auf der gedanklichen Ebene.

 

Unterstützung, wenn die Ich-Illusion nicht fallen will

Ab Februar nächsten Jahres kann ich dir ein Einzel-Retreat Intensive anbieten, in dem wir die speziellen Hindernisse, die bei dir im Weg liegen, identifizieren und aus dem Weg räumen können.

Im Einzel-Retreat treffen wir uns in Video-Chats, in denen wir direkt miteinander sprechen können. ich biete ihn entweder an einem Wochenende oder über einen Monat mit 3 Treffen während der Wochentage an.

Wäre das etwas für dich? Dann schicke mir eine Email.

Ich habe heute zwei Fragen an dich

Bist du schon einmal während der Untersuchung der 10 Fesseln stecken geblieben? Wie konntest du dich daraus lösen?

Oder steckst du zur Zeit fest? Was ist gerade schwierig?

Lass es mich in den Kommentaren wissen.

 

Bild: Courtesy Pixabay, Maryam 62