Bahiya Sutta

Im Gehörten nur das Gehörte

„Im Gehörten nur das das Gehörte“ (Bahiya-Sutta) – mit dieser Methode untersuchen wir die Illusion des Selbst. Heute heißt es es „Direct Pointing“ (direktes Hinzeigen). Der Buddha zeigte Bahiya damit den direkten Weg zum Aufwachen.

 

Im Gehörten nur das Gehörte

„So sollst du dich üben, Bahiya.

Im Gesehenen nur das Gesehene, im Gehörten nur das Gehörte, im Gedachten nur das Gedachte, im Erkannten nur das Erkannte.

Wenn dann für dich im Gesehenen nur das Gesehen, im Gehörten nur das Gehörte, im Gedachten nur das Gedachte, im Erkannten nur das Erkannte sein wird,

dann bist ‚du‘ nicht davon erregt, bist ‚du‘ nicht darin verstrickt, dann Bahiya, bist ‚du‘ weder ‚hier‘, noch ‚jenseits‘, noch ‚dazwischen‘.

Eben dies ist das Ende des Leidens.“ 

(Bahiya-Sutta, Udana 1. 10)

 

Was heißt, “ Im Gehörten nur das Gehörte“?

Mit Worten ist es nicht zu erklären, denn es muss erlebt werden.

„Im Gehörten nur das Gehörte“ heißt, dass es darum geht die reinen Sinnesempfindungen wahrzunehmen. Wie sie heißen, was wir in dieser Hinsicht schon erlebt haben, ob wir es mögen oder nicht mögen – das alles sind Gedanken, die die reine Sinneswahrnehmung verschleiern.

Und wenn wirklich das Gehörte nur gehört wird, nicht interpretiert, dann ist auch klar, dass es niemanden gibt, der hier, jenseits, dazwischen oder irgendwo sein könnte. Es gibt niemanden, der diese Erfahrung erfährt. Es gibt niemanden, der sich darin verstricken könnte. Es gibt nur Hören.

Ich habe ein Video für dich gemacht, dass dich zu dieser Erfahrung führt.

Was hast du erlebt? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar.

Die zehn Fesseln

Die zehn Fesseln

Die gute Nachricht zuerst. Diese zehn Fesseln können gelöst werden. Du bist in der Lage die Schichten des Selbst selbst zu durchschauen. Du brauchst nur genau hinzuschauen.

Die zehn Fesseln entstanden, weil die Wirklichkeit zu schmerzhaft erschien. Die Wirklichkeit ist, dass alles vergänglich ist, nichts auf Dauer befriedigend und dass es nirgends etwas gibt, was einen dauerhaften Kern hat.

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Schmerz

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Auch ohne Ich bist du nicht vor Schmerz gefeit. Viele glauben, wenn sie die Illusion des Ichs durchschaut haben, würden sie nur noch Glückseligkeit empfinden. So ist es leider nicht. Du hast einfach eine Illusion als Illusion gesehen. Dadurch ändert sich konkret erst einmal nichts.

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Neuer Schwerpunkt – Stromeintritt

Ein neuer Schwerpunkt wird von nun an diesen Blog prägen, der Stromeintritt oder wie es im Zen heißt, das Durchschreiten des Torlosen Tores. Du bekommst konkrete Hilfe bei diesem entscheidenden Schritt.

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Wieso ist es eigentlich so schwer, diese Ich-Illusion zu erkennen? Weil ihre Tarnung einfach großartig ist. Die Illusion liegt offen vor uns und wir glauben, wir müssten in den geheimsten Verstecken danach suchen. Ja, wir bauen uns diese Verstecke. Dabei laufen wir einfach immer wieder an der Realität vorbei.

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Unsere Gedanken machen die Suche unendlich kompliziert.

  • Tausende Stunden Meditation, Sesshins, Knieschmerzen, Kälte, früh aufstehen und dann …vielleicht.

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